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The Morning Line im ZKM

„Die Zukunft von The Morning Line liegt nicht nur in der permanenten Aufstellung im öffentlichen Raum, sondern in der weiterführenden sonischen Bespielung als einen Ort für avancierte Kompositionen. The Morning Line schreibt sich mit Karlsruhe in einen Kontext ein, der neuer Technologie, Innovation und Experiment verpflichtet ist und daher das Programm zeitgenössischer musikalischer und elektro-akustischer Kompositionen fortführen wird. Ich bin schon seit über einem Jahrzehnt mit Peter Weibel, Vorsitzender und Geschäftsführer des ZKM, befreundet. Die Stiftung hat in den letzten Jahren mehrere Leihgaben ihrer Sammlung für Ausstellungen des ZKM zur Verfügung gestellt, zum Beispiel Lichtkunst aus Kunstlicht im Jahre 2005 und der TBA21 Sound Space im Foyer des ZKM 2012. Ich bewundere den Visionär Peter Weibel und vertraue ihm voll und ganz, dass er in Zusammenarbeit mit Tony Myatt die Technologien von The Morning Line in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird. Ich freue mich auf die weiteren Wege, die das Werk unter seiner Führung einschlagen wird.“ (Francesca von Habsburg)

Das ZKM selbst zählt durch seine jahrelangen Forschungen zum „spatialen Ton“, also zum Klang im Raum, wie z.B. dem „Klangdom“, zu den weltweit führenden Kompetenzzentren. SoundART, eine Überblicksausstellung der Klangkünste wurde vor kurzem vom International Council of Museums in dem Bereich der Bild- und Klangtechnologie mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Solche Projekte und die Expertise für neueste Technologien macht das ZKM zur idealen Institution für die Präsentation, die Bewahrung und Weiterentwicklung von The Morning Line. Unter der Leitung von Peter Weibel sind weitere interdisziplinäre Klangexperimente und Kooperationsprojekte zwischen dem ZKM und der Thyssen- Bornemisza Art Contemporary in Planung.

The Morning Line ist bis heute das anspruchsvollste Projekt der TBA21 und demonstriert das langjährige Engagement der Stiftung in der Erforschung und Weiterentwicklung von 3-D Sound, sowie von neuen Formen der Architektur, Digital Scripting und avancierten musikalischen Kompositionen. Das ambitionierte Projekt verkörpert die Mission der TBA21, konventionelle Ausstellungsformate, Präsentation und Sammlung von Kunst zu hinterfragen. Der aus 46 Lautsprechern und 12 Subwoofern bestehende Klang-Pavillon wird über eine zentrale Kontrolleinheit gesteuert und ist somit speziell für Live-Performances im Freien geeignet. Das einzigartige, interaktive Soundsystem wurde von Tony Myatt und dem Music Research Centre of York University entworfen.

Als „heroisches Delirium” beschrieb der Architekturkritiker Sanford Kwinter The Morning Line, eine aus vier fraktal generierten Generationen zusammengesetzte, parametrische Komposition, die eine unendlich wandelbare Konstruktion bildet, welche auf der Grundform des „bits“ beruht. Diese „Bits“ ergeben in Kombination eine raumfüllende Struktur und sind als eine Art universeller Baustein angelegt, welcher aus den Zeichnungen von Matthew Ritchie entwickelt wurde und sich so aus der Zweidimensionalität ins Räumliche transfomiert. Das „bit“ leitet sich von der Form eines abgeschnittenen Tetraeders ab und wurde vom Architektenduo Aranda\Lasch gemeinsam mit Advanced Geometry Unit von Arup entwickelt.> >

ERÖFFNUNG:
15. September, 2013

ORT: ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

OPENING TIMES:
The Morning Line kann Tag und Nacht besucht werden.
Sound Installationen werden täglich von 10 Uhr bis 24 Uhr im Zufallsmodus präsentiert.

Freier Eintritt

The Morning Line Compositions 2008-2013

Sevilla 2008-2009
Istanbul 2010
Vienna 2011
Vienna 2012